Sonntag, 28. Dezember 2014

Bereit fürs neue Jahr

Bereits nach kurzer Zeit hatte ich mich in der Schweiz wieder bestens eingelebt. Ich konnte praktisch alle meine Freunde wieder treffen und habe so manche Wiedersehensessen hinter mir. Es ist sehr schön, Freunde und Familie wieder nahe zu haben. Doch leider sind auch einige andere Freunde nun dafür ganz weit weg.
Aber von vergangenen Zeiten zu träumen bringt einem nicht weiter. Ein paar Tagen nach meiner Ankunft hatte ich mich bereits mit meiner Situation hier auseinandergesetzt. Ich bewarb mich für mehrere Stellen und besuchte die Studienberatung der ETH und der Fachhochschule. Mein Plan ist es, bis im nächsten Herbst wieder als Mechaniker zu arbeiten und dann ein Studium Richtung Maschinenbau zu starten. Dank grosszügiger Unterstützung der Filialleitung meines alten Arbeitgebers Mercedes-Benz in Wettingen fiel die Jobsuche auch relativ leicht aus. Ich konnte mich bei drei Filialen vorstellen und erhielt auch drei Zusagen, was mir eine attraktive Auswahl bot. Aus Gründen der Neugierde und der tollen Wohnsituation entschied ich mich die Stelle bei der Mercedes-Benz Filiale in Bern anzunehmen. Dort werde ich per Anfang Januar als Lastwagenmechaniker tätigt sein. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.
Der Umzug in die Regierungsstadt - es ist übrigens eigentlich nicht die Hauptstadt der Schweiz - ist bereits erfolgt. Ich folgte meinem Bruder Bruno, der bereits mit seiner Freundin (einer Bernerin) in der Bärenstadt wohnt. Sie hatten ein Zimmer zu vermieten, ich suchte eine unkomplizierte Wohnsituation ohne bestimmte Vertragsdauer und hatte ein Jobangebot in Bern. Die wohl perfekte Ausgangslage also. Und so fiel der Umzug auch sehr einfach und ohne grossen Aufwand statt, was man von meinen beiden letzten Umzügen weniger behaupten kann. Die Möbel waren grösstenteils vorhanden und ich erwachte am letzten Dienstag bereits in der schönen Parterrewohnung in Bern.
Wieder gilt es für mich auf Erkundungstour zu gehen und die Stadt unsicher zu machen. Was die Berner Skyline gegen Toronto einbüsst, macht sie locker mit ihrer heimeligen und belebten Altstadt wett. Obwohl die Landschaft natürlich nicht mit den Weiten Kanadas zu vergleichen ist, gilt auch hier: Besuch ist immer herzlich willkommen!