Montag, 30. November 2015

Projekt ETH online

Es ist soweit! Mein neuer Blog ist aufgeschaltet. Ich möchte ihn für kleinere und grössere Geschichten aus dem Studentenalltag und dem sonstigem Leben verwenden. Oder davon, was einem noch übrig bleibt. Neben den nicht immer ganz so ernst gemeinten Beiträgen werden wohl auch ab und zu politische Diskussionen ihren Platz darin finden. Ich berichte gerne über gute sowie schlechte Erfahrungen, darüber was mir gefällt und was stört. Was funktioniert und was man wohl anders machen könnte. Aber auch einfach Beiträge von Ereignissen und Vorfälle. Selbstverfasst wird es auf jeden Fall immer sein, das sei garantiert. Einige Ideen schwirren mir bereits im Kopf herum. Der nächste Beitrag wird vom glamourösen Polyball sein.

Also unbedingt folgende Anleitung beachten:

1. Lesezeichen zu Favoriten hinzufügen oder am besten gleich als Startseite einrichten
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Falls dich das ganze gar nicht interessiert, bitte nur Punkt 3 beachten.



Donnerstag, 26. November 2015

Terror durch miserable Schlagzeilen!

"Mir reichts!" Das sagte ich mir schon vor einiger Zeit und löschte die 20 Minuten App von meinem Handy. Die Qualität der Artikel nimmt weiterhin ab und Journalisten schreiben, was ihnen gerade so passt. Wer gerne mitteilt, was einem durch den Kopf geht, sollte besser vielleicht einen Blog gründen. Da kann man nämlich schreiben, was man will. So wie ich das gerade zu tun pflege. Aber von einer Zeitung, auch wenn sie gratis ist, erwarte ich schon mehr Recherchenarbeit.
Worum gehts: Obwohl ich mir grosse Mühe gebe, der riesigen Flut von Gratiszeitungen aus dem Weg zu gehen, ist dies als Pendler sehr schwierig. Überall liegen sie herum und die Schlagzeilen springen einem von dem im Tram Gegenüber direkt ins Auge. Bereits die Titel der Artikel lösen bei mir eine Mischung zwischen Wut und Trauer aus. "Jetzt spürt man den Terror schon in der Schweiz", titelt 20 Minuten heute nach dem Vorfall vom Mittwoch am Bahnhof Bern. Auch Blick berichtet von der "Bombendrohung in Bern". Obwohl das gewählte Zitat von 20 Minuten durchaus eine Aussage einer sogenannten Augenzeugin sein mag, ist sie als Titel mehr als untreffend und verfehlt bei Weitem seine Aufgabe. Nämlich in wenigen Worten zu schreiben, um was es im folgenden Text geht. Doch ich möchte nicht nur kritisieren, sondern auch versuchen, es besser zu machen:

Polizeieinsatz am Bahnhof Bern
Gegen 16.40 Uhr rückte die Polizei wegen eines gefährlichen Gegenstandes am Bahnhof Bern aus. Sie sperrte das Gebiet grossräumig ab und machte mithilfe eines Bombenentschärfungsroboters dem Schrecken ein Ende. Das Gebiet konnte am Mittwochabend wieder freigegeben werden und die Zugänge zum Bahnhof waren wieder offfen. Es kam zu einigen Verspätungen und Ausfällen beim Busbetrieb jedoch gab es keine Einschränkungen im Bahnverkehr.
Das ist die ganze Geschichte kurzgefasst und die Aktion der Polizei war abgeschlossen. Natürlich würde ich als Zeitungsredakteur jetzt einen ausführlichen Bericht erwarten, der das Geschehene wahrheitsgetreu wiedergibt. Doch es geht mir jetzt nur darum zu zeigen, was mich so unglaublich nervt. Der Einsatz der Polizei war ja ganz verständlich. Wenn man bedenkt es wären Menschen zu Schaden gekommen weil die Exekutive die Sache nicht ernst genommen oder die Lage falsch eingeschätzt hätte. Dies besonders noch nach den jüngsten Ereignissen in Paris. Aber obwohl von Seite der Polizei nie von einer Bombe die Rede war, zögerten die Onlineportale nicht mit Panikmacherei. Es folgte eine Eilmeldung nach der anderen. Anhand der Schaulustigen am Bahnhof fragte ich mich dann doch, wie ernst die Lage wohl sein kann. Wie sich heute herausstellte, war sie glücklicherweise harmlos. Neben der Boulevardpresse meldeten auch Bernmobil (Verkehrsbetrieb der Stadt Bern) sowie RBS (Regionalverkehr Bern Solothurn) eine Bombendrohung auf Twitter. RBS korrigierte sich wenig später wieder. Ich stelle mir einfach immer wieder die Frage, warum gerade diese unseriösen Berichte so häufig gelesen werden. Warum neigen wir so zum Übertreiben ins Negative? Wieso bringen Panikmacherei und Schreckensbotschaften mehr LeserInnen als gute Neuigkeiten? Warum sind diese Gratiszeitungen gerade so beliebt?
Auf jeden Fall freute ich mich sehr, als an der ETH wieder einmal die NZZ verteilt wurde. Gute Journalisten brauchts eben doch noch.

Kommentare erwünscht!



Donnerstag, 12. November 2015

Neues Kapitel

Aus Projekt Kanada wird Projekt ETH

Es ist lange her, seitdem ich den letzten Beitrag geschrieben habe. Ehrlich gesagt gab es auch nicht viel zu berichten, vorallem nicht mein Auslandprojekt betreffend. Doch auch nach Kanada geht das Leben weiter und obwohl dicke Bücher und graue Professoren wesentlich weniger spektakulär sind als farbige Landschaften und fremde Kulturen, möchte ich das Schreiben nicht aufgeben. Im Gegenteil! Das Studium und das Leben an der ETH birgt viel Potential für spannende Geschichten und witzige Anekdoten. Sei es im Zug, an der Schule oder an einem der unzähligen Events.


Und deshalb liebe Leserinnen und liebe Leser darf ich voller Stolz verkünden: Projekt ETH wird mein Nachfolgerblog sein. Die Domain (www.projekteth.ch) habe ich mir bereits gesichert und erste Ideen schwirren in meinem Kopf herum. Ich hoffe sehr, dass ich die Zeit finden werde, diese auch umzusetzen und eine neue Website aufzubauen. Bis Ende Februar wird diese Seite aber noch online sein. Sobald mein neuer Blog steht, werde ich das hier mitteilen. Bis bald!


Freitag, 15. Mai 2015

Halbzeit

Meine Finger sind entwas eingerostet, denn seit dreiundsechzig Tagen habe ich keinen neuen Beitrag veröffentlicht. Klar - seit ich zurück in der Schweiz bin ist mein Leben auch nicht spannender als das jedes Durchschnittsschweier. Tortzdem berichte ich über die jüngsten Neuigkeiten und versuche, diese kleine Webseite am Leben zu halten.
Nach mehreren schlaflosen Nächten des Kopfzerbrechens, stundenlangem Abwägen der Pros und Contras und detaillierten Recherchearbeiten die meterhohe Regale mit Ordnern füllen, habe ich die Weichen für meine Zukunft gestellt. Zumindest für die nächsten fünf Jahren. Hoffentlich!
Ich werde im Herbst 2015 ein Studium der Maschineningenieurwissenschaften an der ETH Zürich beginnen. Sechs Jahre ist es nun bereits her, seit ich die Kantonsschule (Gymnasium) abgeschlossen habe. Seither habe ich den ganzen Militärdienst absolviert, einen Beruf erlernt und viele Erfahrungen in Kanada gewonnen. Doch es ist an der Zeit für mich den Schraubenschlüssel an den Nagel zu hängen, beruflich zumindest. Das Studium bietet mir neue Herausforderungen und fordert viel Disziplin, Fleiss und Durchhaltevermögen.

Somit habe ich bei Mercedes-Benz in Bern bereits die Halbzeit erreicht. Ich fand mich bei den Bernern schnell zurecht und konnte nach der Probezeit ein positives Feedback entgegennehmen. Obwohl ich bereits mit einigen Überredungsversuchen zum Längerbleiben konfrontiert wurde, steht mein Entscheid fest. Im August werde ich meine Arbeit in Bern beenden.
Bis dahin und seit anfangs April strample ich auf dem Drahtesel zur Arbeit und fahre so täglich am Palast unserer Landesregierung vorbei, dem Bundeshaus. An der Museumsnacht von Bern hatte ich die Gelegenheit, dieses auch von innen zu bestaunen. Als Arbeitsplatz in ferner Zukunft könnte ich mir so einen Sitz im Nationalrat durchaus vorstellen. Fotos davon gibt es natürlich auch.

Freitag, 13. Februar 2015

Das Leben in Bern

Es ist zwar schon eine Weile her, doch das Silvester stand dieses Mal für mich nicht nur als Jahreswechsel, sondern auch als einen Beginn eines neuen Abschnittes in meinem persönlichen Leben. Ich wohnte seit wenigen Tagen in Bern und würde in Kürze eine neue Arbeitstelle antreten. Zur Neujahrsfeier luden Nadine, Bruno und ich einige Freunde ein und sorgten für ein gemütliches Nachtessen in der Wohnung an der Pestalozzistrasse. Wir hätten wohl keinen weiteren Gast empfangen können. Nicht nur waren wir knapp an Platz, wir mussten auch ziemlich alles an Geschirr und Besteck zusammensuchen, um die stolze Zahl von fünfzehn Mäulern zu stopfen. Dies taten wir aber erfolgreich mit einem feinen Fünf-Gang-Menu und ein paar Flaschen Champagner und Wein.

Der Start in das neue Jahr und damit auch wieder zurück in die Arbeitswelt ist mir dann gut geglückt. Ich hatte mich schnell wieder in die Mechanikerarbeit eingefunden und das Leben in Bern ist schon fast zum Alltag geworden. Momentan lege ich die kurze Distanz zur Werkstatt beim Wankdorf mit Tram und Zug zurück, doch möchte ich dies in Zukunft bei wärmeren Temperaturen hauptsächlich mit dem Fahrrad machen.
Meine Tätigkeiten bei Mercedes-Benz hier in Bern decken sich ziemlich mit jenen von damals in Wettingen. Unterschiede gibt es nur in den Fahrzeugen der Kundschaft. Wo ich im Aargau ausschliesslich auf den Grossen - also Lastwagen ab 18 Tonnen - gearbeitet hatte, haben wir hier mehrheitlich Kunden mit Transportern, also den Kasten- und Brückenwagen wie man es von Paketlieferdiensten oder Bau- und Transportunternehmen kennt. Der Unterschied vom Nutzfahrzeugmechaniker zum Personenwagenmechaniker liegt eben nicht unbedingt nur in der Grösse des Kundenfahrzeuges. Ich arbeite auch an Vitos und Vianos, die eigentlich nichts anderes als grössere PWs sind. Bei uns Lastwagenmechanikern gibt es einfach keine Motoren mit Fremdzündung, also ausschliesslich Fahrzeuge mit Dieselmotoren.
Neu für mich ist auch der 24 Stunden Notfalldienst. Das bedeutet, dass man in besagter Woche das Notfalltelefon hütet und bei einem Pannenfall ausserhalb der Werkstattöffnungszeiten eine Reparatur vor Ort ausführt oder allenfalls den Abschleppdienst organisiert. Es stinkt einem zwar etwas, wenn man um fünf Uhr morgens aus dem Bett geholt wird, dafür wird es aber angemessen entlohnt.
Bereits habe ich einige Fotos von meinen Arbeiten hochgeladen. Auch gibt es einige Bilder von Bern und meinen Wochenendausflügen.

Leider musste mein Arbeitgeber nach bereits fünf Wochen vorläufig auf mich verzichten. Ein Snowboardunfall vom vergangenen Wochenende in Saas Fee löste eine kleine Gehirnerschütterung aus und brummte mir starke Kopf- und Nackenschmerzen auf. Somit blieb ich diese Woche zu Hause. Auf Rat der Ärztin sollte ich Tätigkeiten, die das Gehirn und die Augen stark anstrengen unterlassen. Also auf Bücher und Filme verzichten und keine längere Arbeiten am Computer vornehmen. Riskanter Sport ist natürlich auch Tabu. Da bleibt einem ausser Gitarre spielen und spazieren gehen nicht so viel anderes übrig. Vielleicht eine Rundfahrt mit dem Glacier Express oder eben doch das Starren in den PC Bildschirm wie gerade jetzt beim Schreiben dieses Artikels.