Wenige Stunden danach erwachte ich das letzte Male an der Hiawatha Road in Toronto und packte den Rest meiner Sachen zusammen. Billy brachte mich nach einigen Abschiedstränen zum Flughafen und mit Ach und Krach konnte ich meine vollen Koffern aufgeben. Die Übergepäckgebühren machten dabei mehr aus als das eigentliche Flugticket. Doch das hatte ich erwartet, denn ich rechnete die verschiedenen Varianten mit First Class und anderen Fluggesellschaften im Voraus durch und hatte mich für die günstigste Lösung entschieden. Mit meinen Flugmeilen konnte ich einen preiswerten Direktflug in der Economy Class buchen, musste aber einiges für die zusätzlichen Gepäckstücke bezahlen.
Acht Stunden neben einer netten Frau mit Flugangst und einigen unbequemen Schlafminuten später landete ich bereits in Zürich und wurde von meinen Eltern, meiner Schwester Bettina und den Freunden Sebastian, Mario und Vanessa erwartet. Vielen Dank für den Empfang!
Nachdem ich etwas Schlaf nachgeholt hatte ging es auf nach Bern, wo sich meine ganze Familie zum Racletteznacht traf und die Lichtshow Rendez-Vous Bundeplatz bestaunte. Ein Freund aus Kanada ist auf Europareise und konnte sich uns anschliessen. Wir verbrachten zwei Nächte in Bern und konnten dazu auf die Gastfreundschaft meines Bruders Bruno zählen. Für den späteren Samstagabend gesellte sich auch mein Freund Lukas dazu und wir verfolgten das Ultimate Rap-Battle im Dachstock der Reitschule. Ich fühlte mich wie in Eminems Film 8 Mile. Am Sonntag schlenderten wir durch die Stadt und speisten im alten Tramdepot. Die Rösti kam ihrem Ruf gerecht. Für den Montagmorgen fuhren wir wieder in die schöne Altstadt, denn es war Zwibelemärit und nacht etwas Glühwein und viel Konfetti trampelten wir auf den gratis gemieteten Velos zum Rosengarten hinauf um die schöne Aussicht über die Stadt zu geniessen. Dann gabs Käsefondue und somit kamen wir in den wenigen Tagen bereits in den Genuss der drei wichtigsten schweizerischen Spezialitäten. Kurze Zeit später trennten sich unsere Wege wieder, mein Freund Steve reiste weiter nach Interlaken während ich mich auf den Weg zurück nach Ehrendingen machte.
Und da sitze ich nun, vorübergehend eingenistet auf dem Sofa meiner Schwester. Die nächsten Tage verbringe ich mit dem Besuchen von Freunden, einem Klassentreffen und der Jobsuche. Wenn sich die Arbeitssiutation einmal ergeben hat, wird sich auch die Wohnsituation dementsprechend anpassen.
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